Resilienzförderung für zugewanderte Kinder und Jugendliche

Wie können Schüler*innen in ihren Schulalltagen Schule als gesichertes und zugewandtes Lernumfeld erfahren und wie können Lehrkräfte und Schulleitungen dazu beitragen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen wir uns in den Programmen Healing Classrooms und BuildUp gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem International Rescue Committee (IRC) Deutschland

Ausführliche Informationen zu den Programmen finden Sie hier.

Kooperationsprojekt mit International Rescue Committee (IRC) Deutschland

ZIELE

In praxisorientierten Seminaren erarbeiten wir mit Lehrkräften, Schulleitungen, Sozialpädagog*innen und Schulpsycholog*innen an Grund-, Sekundar- und Berufsschulen die Idee von Schule als sicheres Umfeld und begleiten sie bei der Umsetzung im Alltag. Das Projekt ermöglicht Kinder und Jugendliche mit posttraumatischen Belastungsstörungen und toxischen Stresserfahrungen auch im schulischen Alltag psychosozial gut begleiten zu können. Denn wenn (zugewanderte) Kinder und Jugendliche sich sicher fühlen und sich auf ihr Umfeld einstellen und verlassen können, wird Lernen erst möglich. 

PROGRAMM

Die Programme umfassen

  • 4 halbtägige Workshops
  • Netzwerktreffen
  • Online-Plattform zum Austausch und Zugang zu Materialien als Download
  • Gedruckte Handbücher für den Unterricht sowie weitere Materialien
  • Teilnahme an einer Multiplikator*innen-Schulung in der Region

Die Programme sind für Schulen kostenlos.

  • HEALING CLASSROOMS

Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte an Schulen und schulübergreifenden Einrichtungen lernen Methoden für die Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen für ihre Schüler*innen kennen. Sie erfahren, wie sie mit dem gezielten Einsatz von Achtsamkeits- und Entspannungsübungen Kinder und Jugendliche mit Posttraumatischen Belastungsstörungen und toxischen Stresserfahrungen gut begleiten können. Außerdem erlernen sie Methoden, um gezielt sozio-emotionale Kompetenzen im Unterricht zu fördern und ihre Schüler*innen bei einer erfolgreichen Berufsorientierung zu begleiten.

In den ersten beiden Workshops erarbeiten Sie mit Ihrer Gruppe das Grundkonzept des toxischen Stresses und dessen Auswirkungen. Sie entwickeln und erproben Ansätze zur Stärkung der Schutzfaktoren, die die Schule insbesondere für zugewanderte Schüler*innen zu einem stabilisierenden Umfeld werden lassen.

Im dritten Workshop steht die gezielte Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt. Dies beinhaltet u. a. Exekutivfunktionen und Impulskontrolle, Gefühlsregulierung, Beziehungsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Beharrlichkeit und Achtsamkeit.

Im vierten Workshop wählen die beteiligten Fachkräfte im Vorfeld eine Spezialisierung entsprechend ihres Bedarfs. Dies kann z. B. die Vertiefung bestimmter Kompetenzen, wie Konfliktmanagement betreffen oder die Anwendung der Ansätze im Mathematikunterricht, die schulische Berufsorientierung oder Musik- und Theaterpädagogik im sprachbildenden Unterricht.

  • BUILD UP

BuildUp ist ein praxisorientiertes Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte. Ziel ist die Resilienzförderung sowie Gestaltung eines stabilisierenden Lernumfeldes von Schüler*innen im vorberuflichen Kontext. Basierend auf dem erfolgreichen Healing-Classrooms-Ansatz von IRC liegt der Fokus auf der Stärkung von Schutzfaktoren in der Schule und der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen.

In den ersten beiden Workshops erarbeiten Sie mit Ihrer Gruppe das Grundkonzept des toxischen Stresses und dessen Auswirkungen. Sie entwickeln und erproben Ansätze zur Stärkung der Schutzfaktoren, die die Schule insbesondere für zugewanderte Schüler*innen zu einem stabilisierenden Umfeld werden lassen.

Im dritten Workshop stehen Herausforderungen im Vordergrund, denen zugewanderte Schüler*innen während ihrer Ausbildung begegnen. Sie erarbeiten konkrete Methoden, um die persönliche Kompetenzen Ihrer Schüler*innen für einen erfolgreichen und nachhaltigen Übergang in den Beruf zu stärken.

Im vierten Workshop steht die gezielte Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt. Fokussiert werden dabei Kompetenzen, die Schüler*innen für den Übergang von der Schule in das Berufsleben stärken, u. a. die Förderung des Selbstwertgefühls, Zielsetzungen sowie Kompetenzen zur Konfliktfähigkeit und Beharrlichkeit.

Kontakt

Sie arbeiten an einer Schule in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen oder Sachsen? Sie und Ihre Schule haben Interesse an unseren Programmen? Dann melden Sie sich gerne bei uns.

SchlaU–Werkstatt für Migrationspädagogik gGmbH
Schertlinstr. 4
81379 München

Tel.: +49 176 60389421
E-Mail: info(at)schlau-werkstatt.de

Nina Hille

Projektleitung für SchlaU

Senden Sie uns eine E-Mail

Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.