SchlaU:Starten ‐ Chancengerechtes Lesen und Schreiben Lernen in Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule

Das Projekt SchlaU:Starten unterstützt Grundschulen dabei, chancengerechtes Lesen- und Schreibenlernen für Kinder in DaZ im Rahmen des Regelunterrichts anzubieten und ein gutes Ankommen in Schule zu ermöglichen. Dies geschieht ausgehend von den unmittelbaren Bedarfen an Schule und richtet sich an Lehrkräfte, Pädagog*innen im Ganztag und Multiplikator*innen für die Zielgruppe. Alle entstehenden Inhalte werden später kostenlos auf www.schlau-lernen.org zur Verfügung stehen.

Materialien

drei umfangreiche Kompetenz-
boxen
zu verschiedenen Themen

Weiterbildung

didaktische Tipps und Hintergrundwissen 

Schulprogramm

Begleitung und Umsetzung an Ihrer Schule 

ZIELE:

  • mehrsprachigkeitssensible und rassismuskritische Alphabetisierung
  • Lesen und Schreiben lernen auf Basis migrationspädagogischer Prinzipien
  • Gemeinsames Ankommen und teilhabeorientierter Unterricht für alle Kinder im Regelunterricht 

    GEEIGNET FÜR:

    • Lehrkräfte und Lernbegleiter*innen an Grundschulen, Klassen 1-6 
    • Pädagog*innen im Ganztag und Hort 
    • Schulleitungen, Schulentwicklungsteams und Multiplikator*innen 

        Unser Angebot:

        • Kompetenzboxen:
          Wir entwickeln drei umfangreiche Materialpakete – unsere Kompetenzboxen. Jede Box hat einen inhaltlichen Schwerpunkt und umfasst mehrere Module. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in Box 1 auf Lesenlernen in DaZ und Teilhabe im Unterricht, in Box 2 auf DaZ-gestützte Leseförderung und in Box 3 auf Ankommen und Weiterlernen ab Klasse 3. In den Kompetenzboxen wird es eine Mischung aus Unterrichtsmaterialien, didaktischen Tipps, rassismuskritischen Hinweisen, Methodensammlungen, mehrsprachigen Impulsen, u.v.m. geben. Sobald die Boxen fertig sind, können sie kostenlos auf SchlaU:Lernen heruntergeladen werden. 
        • Weiterbildung:
          Begleitend zu den Kompetenzboxen können Lehrkräfte und Lernbegleiter*innen an digitalen Weiterbildungen teilnehmen. Hier werden didaktische Tipps und Tricks an die Hand gegeben, u.a. für den Einsatz der Kompetenzboxen. Zudem kann das eigene migrationspädagogische Wissen aufgefrischt werden. Das offene und interaktive Austauschformat der Weiterbildungen ermöglicht es, Fragen zur eigenen Unterrichtspraxis zu stellen oder Erfahrungen zu teilen.
           
        • Schulprogramm:
          Langfristig wird auf Basis der Materialien und Weiterbildungen von SchlaU:Starten auch ein Schulprogramm entwickelt. Das Schulprogramm unterstützt Schulen bei der Einrichtung von Kompetenzteams zu den fachlichen Inhalten und in der Entwicklung von passenden schulinternen Curricula. Dadurch können schulinterne Multiplikator*innen ausgebildet werden.
           
        • Das zeichnet SchlaU:Starten aus:

        Längst ist klar, dass einsprachig deutsch ausgerichtete Klassenzimmer viele Chancen verpassen, wenn sie das mehrsprachige Wissen von Kindern ignorieren. Denn Mehrsprachigkeit in das Lernen einzubeziehen, hat viele Vorteile. Wenn sich Kinder in einem Lernumfeld bewegen, in dem sie mit ihrer ganzen sprachlichen Identität sein dürfen und wertgeschätzt werden, dann wirkt sich das positiv auf viele Faktoren aus, u.a. auf das Lernen generell und auf das Gefühl von Zugehörigkeit. Der Einbezug von Mehrsprachigkeit sollte Teil jeder inklusiven Schulkultur sein. 

        Wir möchten uns weg von einem einsprachig deutsch normierten, und auch defizitären Blick bewegen, bei dem vorschnell “wenig Sprache” diagnostiziert wird. Stattdessen wollen wir schauen: Was bringen Kinder schon an sprachlichem Wissen und phonologischer Bewusstheit mit? Und wie können wir das gesamtsprachliche Repertoire wertschätzen, sichtbar machen und ins Lernen miteinbeziehen? Genau hier setzt SchlaU:Starten an und setzt dem monolingualen Habitus an Schule mit fundierten, migrationspädagogisch basierten Konzepten etwas entgegen. 

        Kinder lernen am besten, wenn sie ein Gefühl von Gemeinschaft erleben. Alphabetisierungsarbeit sollte daher gemeinsam im Klassenverband geschehen, ohne hierarchisierende Lerngruppen zu kreieren. Für nachhaltiges Lernen braucht es Lehrpersonen, die alle Kinder ins Lernen miteinbeziehen, und Teilhabemöglichkeiten für alle schaffen. Genau dann kann sich jedes Kind einbringen und erfährt eine wertschätzende Lernumgebung. Unsere Angebote sind daher so konzipiert, dass sie in der ganzen Klasse eingesetzt werden können. 

        Rassismuskritische Alphabetisierung bedeutet, Kinder nicht nur beim Lesen- und Schreibenlernen zu begleiten, sondern sie dabei auch in ihrer mehrsprachigen, oft marginalisierten Lebensrealität ernst zu nehmen. Sie erkennt an, dass rassistische Ungleichheiten (z. B. in Form von Sprachnormen, Leistungszuschreibungen oder Ausschlüssen) das schulische Lernen beeinflussen – und sie setzt diesen bewusst etwas entgegen.  

        Alphabetisierung ist nicht neutral. Sie findet in einem gesellschaftlichen Kontext statt, in dem Deutsch oft als einzige wertvolle Sprache gilt. Außerdem ignorieren standardisierte Materialien oft kulturelle und sprachliche Vielfalt, reproduzieren Klischees oder setzen unausgesprochen Weißsein als Norm. Genau hier setzen wir mit rassismuskritischer Alphabetisierung an. 

        Wir entwickeln Angebote für die Praxis, die die Bedarfe von Lehrkräften widerspiegeln. Um dies sicherzustellen, beziehen wir Lehrpersonen von Anfang an in unser Projekt mit ein. Angefangen mit einer bundesweit ausgeführten Online-Umfrage bis hin zu qualitativen Hospitationen an Schulen und Absprachen mit Lehrkräftekollegien. Und auch bei der Materialentwicklung sind wir bemüht, laufend Feedback von Lehrkräften einzuholen.   

        • FAQ

        Erste Hälfte 2026: Hospitationsphase an Schulen und Konzeption Materialien
        Zweite Hälfte 2026: Pilotierung erster Materialien und Konzeption Weiterbildung
        Erste Hälfte 2027: Ausarbeitung Kompetenzboxen und Weiterbildung
        Zweite Hälfte 2027: Livegang der Kompetenzboxen und Weiterbildungen
        Ab Ende 2027/Anfang 2028: Ausarbeitung Schulprogramm 

        An den Weiterbildungen können alle interessierten Grundschullehrkräfte und Lernbegleiter*innen teilnehmen, da die Weiterbildungen online stattfinden werden. Auf SchlaU:Lernen können Sie sich für die jeweiligen Veranstaltungen anmelden. Die Termine werden ab 2027/28 kommuniziert und rechtzeitig auf unseren Social Media Kanälen beworben.

        Planmäßig werden ab dem Schuljahr 2027/28 die Kompetenzboxen sowie Weiterbildungen auf SchlaU:Lernen verfügbar sein. Das Schulprogramm entwickelt sich ab diesem Zeitpunkt fortlaufend. Wenn Sie nichts verpassen wollen, abonnieren Sie gerne unseren Newsletter oder folgen Sie uns auf Instagram, Facebook und LinkedIn. 

        Sie haben Interesse?

        Haben Sie Fragen oder Anregungen zu SchlaU:Starten?
        In jedem Fall rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine Nachricht.
        Wir freuen uns auf den Austausch!
         
         

        Melanie Weber

        Bildungsreferentin

        Janna Roidodimos

        Bildungsreferentin

        Senden Sie uns eine E-Mail

        SchlaU–Werkstatt für Migrationspädagogik gGmbH
        Schertlinstr. 4
        81379 München

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